Donnerstag, 18. Januar 2018

Kuscheliger Start in den Tag

Viele schlüpfen morgens nach dem Aufstehen ja gerne in einen Bademantel, andere hüllen sich lieber in die elegantere Variante aus feinem Stoff, den Morgenmantel.

Ich brauche es morgens kuschelig und trage daher schon seit Jahren einen Morgenmantel aus Fleece,
im Laufe der Jahre in unterschiedlichen Farben, aber immer nach demselben Schnitt.

Gefunden habe ich meinen idealen Schnitt für einen Morgenmantel in einer Ottobre-Kids.
Als die Kinder noch klein waren und sich auch noch gerne von mir benähen ließen, habe ich diese Zeitschrift oft gekauft.
Beim Durchblättern damals gefiel mir die Kapuzenjacke "Diamond" auf Anhieb und da der Schnitt bis Größe 170 geht, dachte ich, ich versuche es einfach mal. Hat bestens funktioniert.

Quelle:Ottobre Kidsfashion 4/2009

Ich mag die Länge, die kleinen Kellerfalten im Vorder- und Rückteil und die praktischen, enganliegenden Ärmelbündchen.

Da ich die Jacke nur im Haus trage, na ja, abgesehen von der ein oder anderen Morgenrunde mit dem Hund, 😊, schleppe ich das gute Stück immer ziemlich lange; ein bißchen Pilling oder die ein oder andere schäbig gewordene Stelle stören mich bis zu einem gewissen Grad bei meinem Hausmantel nicht sonderlich.

Dann sah ich neulich bei der Durchsicht meiner Lieblings-Online-Stoffshops bei Stoff & Stil einen Doubleface Stoff; Sweat im Leolook mit weicher Fleeceabseite.
Perfekt für einen neuen Morgenmantel.













Und weil ich schon mal dabei war, habe ich direkt im Anschluß den schönen Denim-Sweat, der schon länger für eine Jogginghose bereit lag, vernäht.
Sandra von Rehgeschwister hatte mir diesen Stoff schon vor etwa einem Jahr dafür empfohlen. Na ja, manchmal dauert es halt ein bißchen länger....

Der Schnitt ist dieser:

Quelle:Burdastyle 3/2014-112

Mir gefielen die Schnittdetails, der Fakehosenschlitz, die Hüftpassentaschen sowie rückwärtigeTaschen und die schmalere Passform.
Für die rückwärtigen Taschen hat mein Stoff allerdings nicht mehr ausgereicht, aber wenigstens Fake-Taschenklappen konnte ich noch zuschneiden.


Um der Unihose einen kleinen Farbakzent hinzuzufügen, habe ich an den äußeren Beinnähten und den Tascheneingriffen eine rote Elastikpaspel mitlaufen lassen.



Tragebilder gibt es dann demnächst.

Den gleichen Stoff habe ich noch in grau-braun hier liegen, um der Tochter auch eine Jogginghose zu nähen. Wenn ihr meine Hose gefällt, bekommt ihre eine pflaumenfarbene Paspel.


LG von Susanne 

Jackenstoff von Stoff&Stil
Jerseydenim vom Stoffbüro
Elastikpaspel vom Koenigreich-der-Stoffe







Samstag, 6. Januar 2018

MMM:Lieblingskleidungsstück aus 2017

Der erste MMM im neuen Jahr beginnt traditionell mit der Frage nach dem handgefertigten Lieblingsstück aus 2017.

Wenn ich das vergangene Jahr Revue passieren lasse, habe ich

-9 Oberteile


Pulli als Teil des Holy Ghost insprierten Sets für die Aktion vom Laufsteg in den Kleiderschrank im Februar

Chanelinspiriertes Top für die Aktion vom Laufsteg in den Kleiderschrank im März
                           
                                 

"Zwillingspolos" im Mai


Blusentop und schlichtes weißes Shirt im Mai


luftiges Shirt im Juli

lockeres Leinenshirt im Juli

Experiment Rüschenbluse im September


-5 Hosen

grüne Hose im Januar

weite Hose im Februar

Holy Ghost inspirierte Hose für die Aktion vom Laufsteg in den Kleiderschrank im Februar

graue Jeans im November

camelfarbene Chino im November


-3 Kleider


Tunikakleid im März

gestreiftes Polokleid im Juni

Sommerkleid im August


und 4 Stricksachen


Stricktuch aus Resten im Januar

roter Flauschpulli im Februar

lange Jacke im November

Karostrickpulli im Dezember

 für mich gefertigt.

In Summe eine recht bescheidene Ausbeute.

Allerdings bin ich damit nicht unzufrieden, denn ich habe das genäht bzw gestrickt, was ich im vergangenen Jahr zur Ergänzung meiner vorhandenen Garderobe gern gehabt hätte.
Ich bin keine Sammlerin und möchte für mich keine riesengroße Auswahl; mir reicht eine kleine, überschaubare Garderobe.

Die Auswahl eines Lieblingsstückes aus 2017 finde ich, wie es auch die diesmalige Gastgeberin des MMM, Frau bunte Kleider, sagt, schwierig, denn eigentlich mag ich alle meine genähten und gestrickten Sachen gern und eine Vorliebe für das ein oder andere Stück ergibt sich eher saisonbedingt.

Wobei, wenn ich darüber nachdenke, gibt es wohl doch ein, nein zwei Lieblingsstücke aus 2017.

Einmal ist es die vom Laufsteg inspirierte Hose, weil sie sich, trotz der auffälligen Falten, erstaunlich unkompliziert kombinieren lässt und wunderbar bequem trägt.
Und auch, weil sie sich sowohl im Sommer, wie hier,



als auch im Winter, wie oben mit Karostrickpulli, gut tragen lässt.

Und zum anderen das chanelinspirierte Top.


Ich mag, dass es sich von den sonstigen Kleidungsstücken in meinem Schrank abhebt, allein schon durch den besonderen Stoff, aber mit Jeans kombiniert trotzdem gut im Alltag tragbar ist.

Jetzt schaue ich mir in Ruhe die Posts mit den Lieblingsstücken der anderen MMM-Teilnehmerinnen durch.

LG und an die MMM-Crew und die anderen Teilnehmerinnen und natürlich noch ein frohes neues Jahr; ich hoffe, ihr seid alle gut hineingerutscht.
 Susanne

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Wollweißer Winterpullover für die Tochter

Bevor ich den Pulli, den ich für die Tochter gestrickt habe, verpacke, will ich ihn noch schnell zeigen ; es ist ja doch ungewiss, ob sich im Weihnachtstrubel die Gelegenheit für Fotos ergibt.

Ausgesucht hat sich die Tochter diesen grobgestrickten Oversizepullover,


Quelle:Brigitte-KREATIV, 3/2017


ein Raglanschnitt im Pattentmuster.

Soweit ich mich erinnere, habe ich Pattentmuster noch nie gestrickt und musste erst mal nachschauen, wie das funktioniert.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Pattentmuster zu stricken; ich habe mich für die Umschlagmethode entschieden.
Durch das Muster wird das Gestrick richtig voluminös, aber dafür auch schön warm und das Muster sieht auf der Vorder-, wie auf der Rückseite gleich aus.

Ich habe nicht mit der vorgeschlagenen Wolle, sondern mit einem Faden Nepal von Drops-Design in natur gestrickt, sowie einem Faden Brushed Alpaca Silk in hellbeige.


Eigentlich hätte ich das Brushed Alpaca Silk Garn gerne in natur bestellt, aber die Farbe war leider nicht verfügbar.
Auch Hellgrau hätte ich mir als Beilaufgarn gut vorstellen können, aber auch diese Farbe war nicht bestellbar, so dass ich mich schließlich für hellbeige entschieden habe.
Was ist da diesen Winter bloß los bei Drops-Design, dass eine ganze Reihe von Garnen und Farben nicht verfügbar sind?

Durch die beiden verschiedenfarbigen Garne sieht der Pullover nun leicht meliert aus, was mir ganz gut gefällt und der Tochter hoffentlich auch.
Das Beilaufgarn, ein Gemisch aus Alpaka und Seide, hat zudem den positiven Nebeneffekt, dass der Pulli der Tochter sich vielviel weicher anfühlt, als mein Karopulli, den ich ausschließlich mit Nepal gestrickt habe.


Gestrickt habe ich die Größe M und bin mit Nadelstärke 5 für das Bündchen in glatt-rechts, sowie Nadelstärke 7 für das Pattentmuster auf die in der Anleitung angegebenen Maaße gekommen.



Nach Fertigstellung habe ich den Pulli anprobiert, vor allem um zu überprüfen, ob der kleine Stehkragen und die schmalen Ärmelbündchen auch nicht zu eng ausgefallen sind und ob man gut in den Pulli hinein- und wieder herauskommt.





Zum Glück ist alles gut.

An mir sitzt der Pulli auch längst nicht so oversized, wie an dem dünnen Model, was mich auch beruhigt hat.

Und da nun bald Weihnachten ist werde ich den Pulli noch hübsch verpacken.
Wir werden dieses Jahr innerhalb der Familie wichteln und haben dafür auch ein Buget festgelegt, so dass jeder nur ein Familienmitglied beschenken wird.
Zwar bin ich gar nicht der Wichtel für die Tochter, aber den Pulli packe ich trotzdem auf ihren Geschenkestapel-das sorgt bestimmt für Verwirrung, 😁

Ich wünsche ein frohes und schönes Fest,
lG von Susanne

Dienstag, 19. Dezember 2017

MMM mit Karopullover

Es ist Mittwoch, Me-Made-Mittwoch,....und nur noch wenige Tage bis Weihnachten.
Wie es aussieht, wird es dieses Jahr tatsächlich mal wieder eine weiße Weihnacht.

Jahrelang gab es zu Weihnachten keine Spur von Schnee, aber dieses Jahr schneit es im Überfluß.

Ich oute mich mal und bekenne, dass ich ein Weihnachtsmuffel bin und getrost auf das ganze Gedöns verzichten könnte. Ganz im Gegensatz zum Rest meiner Familie.
Letztes Jahr habe ich kein einziges Plätzchen gebacken, obwohl ich eigentlich gerne backe, aber ich hatte einfach keine Lust.
In diesem Jahr war ich allerdings fleißig und habe einige Sorten gebacken, die von der Familie schon freudig getestet worden sind.

Und weiße Weihnachten bräuchte ich auch nicht. Ein Schneefan bin und war ich noch nie; kalt und nass ist einfach nicht meins.
Aber beim Wetter hat man ja bekanntlich keine Wahl und zumindest habe ich mir, als hätte ich gewußt, dass es dieses Jahr im Dezember so kalt und usselig wird, einen richtig warmen Winterpulli gestrickt.

Den Karopulli hatte ich als Zweitprojekt im Rahmen des Herbst-Jacken-Knit-Alongs bei Monika angefangen, konnte ihn aber nicht beenden, weil mir die Wolle ausgegangen war.
Mittlerweile habe ich die Wolle online nachgeordert und, damit es sich auch lohnt, außerdem noch Garn für einen Winterpulli für die Tochter mitbestellt.

Die Restarbeiten an meinem Pulli waren schnell erledigt und ich habe ihn wegen des kalten Winterwetters schon fleißig eingetragen. Durch das dicke Garn ist er schön wärmend und durch die geräumige Boyfriendweite passt auch gut noch die ein oder andere Schicht darunter.







Mein Outfit schicke ich hinüber auf den MMM-Blog auf dem heute wieder handgefertigte Kleidung an der Frau gezeigt werden kann.
Gastgeberin ist diesmal Sybille aus dem MMM-Team, die stimmungsvolle Bilder vom Weihnachtsmarkbesuch in Begleitung von Mechthild (Mema) sendet; beide Damen sind in wunderbare farbenfrohe und natürlich selbstgenähte Wintermäntel gehüllt.

LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinnen und
frohe Weihnachten
wünscht Susanne


Bilder: Der Gatte

Bluse:Broadway
Hose:selbsgenäht, Schnitt gemixt
Stiefelletten:Gabor

Dienstag, 28. November 2017

MMM mit Alltagsoutfit


Heute trage ich meine lange Strickjacke, die während des Herbst-Knit-Alongs bei Monika entstanden ist und bei mir seitdem quasi im Dauereinsatz ist.

Bei den derzeitigen kalten Temperaturen kann man sich aber auch so herrlich darin einhüllen.
Außerdem ist sie wegen ihrer neutralen Farbe so unkompliziert zu kombinieren und, was eigentlich am wichtigsten ist, ich fühle mich absolut wohl in ihr.

Abends hänge ich die Jacke dann auf einen Bügel, den ich ans gekippte Fenster hänge, so dass die Jacke morgens frisch ausgelüftet ist.

Dazu habe ich meine neu genähte Chino nach dem Kaufschnitt Burdastyle 7250 -(out of print)-kombiniert.



Eigentlich war die Hose als Kombipartner für den Karopulli gedacht, den ich als Zweitprojekt während des Herbst-Knit-Alongs angefangen habe. Aber da der Pulli noch nicht fertig ist, habe ich sie heute zur Strickjacke angezogen.
Ich mag ja gerne Ton-in-Ton Kombinationen und wenn ich etwas neu genäht habe, will ich es auch immer sofort tragen.

Eine Chino nach diesem Hosenschnitt habe ich zwar schon öfter genäht, aber die letzte Hose danach ist schon eine ganze Weile her und da ich immer einige Änderungen an dem Schnitt vornehme, damit die Hose so sitzt, wie ich es mag, war ich froh, dass ich mir diese auf dem Schnittmuster vermerkt hatte.
Ich habe also wieder die Leibhöhe reduziert, die Hosenbeine verlängert, Hüftpassentaschen anstatt der vorgegebenen Eingriffstaschen genäht und einen Formbund verwendet.
Der taschenlosen Hinteransicht habe ich diesmal Taschenklappen spendiert, rein zur Zierde und daher einfach rundherum aufgesteppt.





Vernäht habe ich eine Stretchwollgabardine. 
Der Stoff ist recht dünn und ich hätte ihn mir für die kalte Jahreszeit ein wenig griffiger gewünscht, aber da ich den Stoff mal wieder online bestellt hatte, musste ich mich diesbezüglich überraschen lassen.
Dafür fällt der Wollgabardine schön weich und knittert nicht und gibt damit dem Chinoschnitt mal einen etwas anderen Look.
Außerdem ist die Hose weit genug, dass ich eine dünne Strumpfhose unterziehen kann, wenn es richtig kalt wird. Ich bin zwar kein großer Freund von Strumpfhosen unter Hosen, aber bevor ich friere...









Ich bin mal gespannt, mit welchen Schichten sich die anderen Teilnhmerinnen des MMM.heute warmhalten
 Gastgeberin ist diesmal Wiebke von Kreuzberger Nähte, die sich, motiviert vom Bloggertreffen in Köln, ein wunderbares neues Winterkleid genäht hat.

LG an das MMM-Team, sowie die anderen Teilnehmerinnen
 von Susanne


Spiegelfotos von mir


Rüschenshirt:Jackpot
Stiefelletten:Gabor




Sonntag, 26. November 2017

Herbst-Jacken-Knit-Along:Fertig!

Zum Abschluß des Jacken-Knit-Alongs bei Monika können heute die fertigen Strickstücke präsentiert werden.

Mit meiner langen Jacke war ich ja schon beim letzten Zwischenstandsbericht fertig.

Seitdem habe ich sie auch schon ausführlich getragen; ich wähle morgens einfach ein Shirt oder eine Bluse, dazu eine Hose und damit mir schön warm bleibt, ziehe ich die Strickjacke drüber.
Durch die neutrale Farbe passt sie eigentlich zu fast jedem Outfit.

In den Maaßen entspricht meine Jacke den Vorgaben der Anleitung.
Bei der ersten Anprobe musste ich allerdings feststellen, dass die Ärmel, obwohl ich sie genauso lang gestrickt habe, wie die Anleitung es fordert, an mir etwas kurz ausfallen.

Zunächst war ich deswegen ein wenig angesäuert, denn ich habe keine zu langen Arme.

Beim Probetragen fand ich die knappe Ärmellänge dann aber gar nicht so schlecht, da ich sowieso dazu neige, lange Ärmel hochzuschieben.

Falls  ich es mir irgendwann noch anders überlege, hätte ich auch noch etwas Wolle übrig, um die fehlenden Zentimeter anzustricken.

Vorerst bin ich aber mit meiner Jacke, so wie sie ist, sehr glücklich.












Und dann ist da noch der Karopulli, der fertig sein könnte, denn alle Teile sind gestrickt.




Ich müsste nur noch die Ärmel zusammennähen und einsetzen.

Kann ich aber nicht, denn auf den Ärmelteilen fehlt jeweils der Karomusterstreifen in naturweiß, den ich nicht aufhäkeln kann, weil ich die naturweiße Wolle komplett verstrickt habe.
Es ist kein Fitzelchen mehr übrig, mäh.

Lediglich ein Knäuel Wolle mag ich mir nicht schicken lassen.
Entweder muss ich mir ein neues Strickprojekt überlegen und dann das fehlende Knäuel mitbestellen oder ich finde hier in der Gegend ein ähnliches Garn oder ich häkele den Streifen in Petrol oder Beige auf.
Ich weiß noch nicht, wie ich es mache....

Jetzt schaue ich mir aber erst einmal die fertigen Strickjacken der anderen Strickerinnen an.

Vielen Dank dir, Monika, für die Organisation des Knit-Alongs und lG, auch an die anderen Teilnehmerinnen,
von Susanne


Bilder vom Ehemann

Shirt:Marc o Polo
Hose: selbstgenäht,Schnitt:Burdastyle 12/2013-103
Stiefeletten: Bellissima