Dienstag, 19. September 2017

MMM mit Rüschenbluse oder doch noch dem Trend erlegen

Zur Zeit muss offensichtlich jedes Kleidungsstück, ob Ober- oder Unterteil, ja sogar das Schuhwerk, mindestens noch einen kleinen Volant, ein paar Rüschen oder neuerdings auch Schleifen haben.

Und ich finde diese romantisch verspielten Details auch sehr nett anzusehen, konnte mir diesen Trend an mir aber nicht vorstellen.

Aber wie das so ist, wenn man Trends ständig unter die Nase gehalten bekommt,  erwischte ich mich beim Zuschnitt meiner Hemdbluse bei dem Gedanken, ob die Bluse nicht vielleicht doch einen kleinen schmucken Volant oder irgendetwas Rüschiges vertragen könnte.

Zur Inspiration blätterte ich ein bißchen in meinen Nähzeitschriften und stieß erwartungsgemäß auf ettliche Vorschläge für Blusen mit Rüschen oder Volants.
Besonders diese Beispiele gefielen mir sehr gut, jedenfalls am Model, : )......


Quelle:Burdastyle 8/2016
Quelle:Burdastyle 8/ 2016


Quelle:Burdastyle 8/2016


.......für mich selbst fand ich die Verzierungen allerdings zu üppig.

Letztlich schnitt ich einfach zwei Streifen, einmal 4 und einmal 6 cm breit, für eine Doppelrüsche zu, versäuberte den Rand mit dem Rollsaum meiner Overlock und kürzte die gerafften und angehefteten Rüschen frei Hand nach meinem Geschmack zu einem Jabot.

Der Blusenschnitt ist Gardener aus der Ottobre Woman 5/2012, den ich schon zweimal für mich und einmal für die Tochter verwendet habe; der leicht taillierte Schnitt passt und gefällt mir bzw uns einfach gut.
Stoff ist ein dünner, leicht stretchiger Hemdenpopeline.
Aufgrund des dünnen Stoffes und auch, weil ich bei Blusen gerne mal die Ärmel hochkrempele, habe ich die Nähte  französisch versäubert; so sieht es auch von innen ordentlich aus.


Angezogen finde ich meine neue Rüschenbluse so "lala", was nicht wirklich verwunderlich ist, da die Verzierung nun mal außerhalb meines bevorzugten schlichten Stils liegt.

Aber wie sagte Frau Küstensocke letzten Mittwoch so schön, "Frau will sich ausprobieren" und das ist schließlich auch mal ganz spannend.

Kombiniert mit simpler schwarzer Hose und mit meinem trachtig angehauchten Strickjäckchen drüber fühle ich mich dann doch ganz wohl.
Ist jetzt sicherlich keine Bluse, die ich jeden Tag anziehen möchte, aber ab und zu kommt sie sicherlich zum Einsatz.









Mit diesem Outfit bin ich heute wieder einmal beim Me-Made-Mittwoch dabei.
Was die Anderen für tolle me-made-Stücke zu zeigen haben, schaue ich mir gleich in Ruhe an.
Diesmal eröffnet Gastbloggerin rothedinge den Tag mit einer schicken und glitzernden Culotttes.


LG an die MMM-Crew, sowie die anderen Teilnehmerinnen,
von Susanne


Bilder von mir

schwarze Hose:selbstgenäht, Schnitt:Burdastyle 10/2013-127
Strickjäckchen: selbstgestrickt, Anleitung:Drops-Design
Stiefelletten:Bellissima

Montag, 14. August 2017

Knipmode oder doch noch ein Sommerkleid

Als es im Juni so heiß war, habe ich mir fest vorgenommen, ein paar neue Sommerkleider zu nähen.

Geblieben ist es allerdings bei nur einem neuen Kleid, denn als es im Juli regnerisch und kühl war, verging meine Lust auf weiteres Kleidernähen.

Aber neulich war ich mal wieder im Stoffladen der nächst größeren Stadt und entdeckte einen schönen, ganz leichten Musterjersey aus Viskose, der auch schon reduziert war; der musste trotz schlechter Wetterlage mit.

Und dann lag er in meinem Nähzimmer herum, weil ich mich nun mal einfach nicht überwinden kann, luftige Kleidung zu nähen, wenn die Temperaturen es nicht erfordern.

In den letzten Tagen wurde es aber stetig wieder wärmer und sonniger;  schließlich ist ja erst August und damit eigentlich Hochsommer.
Also habe ich auf der Suche nach einem passenden Schnitt für meinen Jersey meine Nähzeitschriften durforstet.
Erste Adresse für meine Suche war die Knipmode bzw FashionStyle, wie sie jetzt heißt. Ich kenne keine andere Nähzeitschrift, die so viele Schnitte für Jerseykleidung anbietet.

Entschieden habe ich mich für das Baukastenkleid aus der Februar-Knipmode von 2014.
Baukastenkleid meint, dass ein Oberteilschnitt  mit verschiedenen Ärmel- und Rockformen, sowie mit oder ohne Kragen und Taillenband zu einem Kleid nach eigenem Gusto ergänzt werden kann.
Die Idee, mir ein Kleid aus den Schnittvariationen selbst zusammenzustellen gefiel mir.

Quelle:Knipmode, Februar 2014

Mein Kleid ist zusammengesetzt mit der schmalen Rockform und ich habe zwischen Oberteil und Rock ein gedoppeltes Taillenband eingesetzt.
Gerne hätte ich die 3/4 Ärmel mit Gummiband im Saum genäht, aber ich musste, wegen Stoffknappheit, auf kurze Ärmel ausweichen.
Wenn ich Stoff kaufe, weil er mir gefällt, ich aber noch nicht weiß, was ich daraus nähen werde, nehme ich immer 1,5m. Die Menge hat hier für die ausgestellten 3/4 Ärmel nicht ausgereicht.
Auf einen Kragen habe ich verzichtet.

Das vorgegebene Wickeloberteil hat mich wegen der hübschen Details gleich überzeugt.
Die Schulterpasse wird gedoppelt, was schön stabilisiert und sowohl das Rück-, als auch das Vorderteil hat nette Faltenpartien durch Einkräuseln.
Das Vorderteil meines Kleides habe ich allerdings von einem Wickel- in ein Vorderteil mit V-Ausschnitt abgeändert, da ich mich mit Wickeloberteilen nie 100% wohlfühle und doch immer wieder daran herumzuppele.




Die Säume von Rock und Ärmeln haben einen Rollsaum.

Genäht hat sich das Kleid ganz flott an einem Nachmittag, ich habe es aber auch nicht gefüttert. Ich habe überlegt, ob ich füttern soll. Aber der Stoff ist so schön leicht und luftig und ich wollte diesen Effekt durch ein Futter nicht zunichte machen.
Bei Bedarf kann ich immer noch ein Unterkleid drunterziehen.

Gestern war es dann endlich wieder sommerlich warm und ich konnte das Kleid anziehen und habe mich den ganzen Tag sehr wohl darin gefühlt.
Der Gatte und ich haben zwei vergnügliche Stunden in der Comic-Austellung in Bonn verbracht und haben hinterher mit der Tochter zu Abend gegessen.






Habt eine gute Woche und lG von Susanne 

Fotos:Der Ehemann
Sandalen:Geox



Samstag, 29. Juli 2017

Pussy Bow Blouse.....

.......hört sich viel netter an, als Schluppenbluse, : ).

Wobei, vielleicht denkt man umgekehrt genauso?

Apropos, Zuzsa hat über die Schluppe an der Bluse neulich erst ein paar interessante Fakten zusammengetragen.

Genäht habe ich nicht für mich, sondern wieder für die Tochter.

Die Tochter ist ein echtes Blusenmädchen; Skinnyhose und Bluse und fertig ist ihr Tagesoutfit.
Kein Wunder, dass ihr beim Durchblättern der Juniburda die Schluppenbluse 105 gut gefiel.



Die Bluse ist recht gerade geschnitten, ohne Abnäher und weil ich außerdem einen leichten, schmalgestreiften, schwarz-weißen  Popeline mit Stretch verwendet habe, habe ich die Gr.36 zugeschnitten.

Die Schulternähte, Knopfleiste, Manschetten und die aufgesetzte Tasche werden mit Paspeln betont.
Paspeln habe ich bisher noch nie genäht, weil sie nicht so meins sind.
Daher war es praktisch, dass Burda zu diesem Modell wieder eine Step-by-Step Anleitung liefert.

Mit den Paspeln hatte ich daher keine Probleme; sie ließen sich erstaunlich gut nähen.



Dafür war der dünne Stretchstoff ziemlich empfindlich.
Angefangen habe ich, brav nach Anleitung, mit der Tasche und das Stoffstück beim Zurechtbügeln  erst einmal mit dem Eisen versengt. Der Stoff wurde ganz schrumpelig und bretthart.
Also nochmal neu und mit weniger Bügelhitze.

Auf der Puppe klebt der Stoff sich richtig fest; ich hoffe doch, dass der Stoff auf der Haut angenehm zu tragen sein wird und der Stretchanteil sich in Sachen Bequemlichkeit auszahlt.

Die Knopflöcher musste ich längs, statt quer arbeiten, da mein langer Knopflochfuß, der in Position gebracht mit dem hinteren Teil über der Paspel lag,  sich standhaft weigerte, ein Knopfloch zu fabrizieren.
Und die Knöpfe, die ich neulich extra für die Bluse gekauft hatte, konnte ich nicht wiederfinden. Ich kann mich partout nicht erinnern, wo ich sie hingepackt habe. Zum Glück konnte ich die passende Anzahl in meiner Knopfschachtel zusammenkratzen.





Praktischerweise lässt sich die Schluppe bei diesem Modell abnehmen.



Mit den Paspeln erinnert die Bluse mich doch sehr an ein Pyjamaoberteil, aber dieser Look ist ja gerade Trend.

Heute Abend bin ich mit der Tochter zum Essen verabredet, dann werde ich ihr die Bluse mitbringen.

LG und ein schönes Wochenende
von Susanne


Bilder von mir

Stretchpopeline: Der Stoff-Handel

Donnerstag, 27. Juli 2017

12 Colours Of Handmade Fashion:Rot im Juli

Im Juli hat Selmin Rot für ihre Challenge als Farbe ausgesucht.

Rot ist eine meiner absoluten Lieblingsfarben. Ich habe diese Farbe schon immer gern getragen, daher mußte ich diesen Monat einfach mitmachen.

In meinem Schrank hängen:


bordeauxfarbenes Poloshirt, geblogged hier



geringeltes Polokleid, geblogged hier

 Raglansweater, geblogged hier
Hängerchen, geblogged hier


Strickblouson, geblogged hier


Frühlingsjäckchen, geblogged hier

kleiner Flauschpulli, geblogged hier



Mein aufwändigstes rotes Kleidungsstück:Mein Wintermantel, geblogged hier

Bei meiner Kleidung tendiere ich eindeutig zu den dunkleren Rottönen, wie auch wieder bei meinem Neuzugang, einem Shirt aus weinrotem Viskoseleinen.

Ausprobiert habe ich den Schnitt 105 aus der Burdastyle 2/16, ein lockeres Shirt mit weitem V-Ausschnitt und überschnittenen Schultern.

Normalerweise bevorzuge ich Rundhalsausschnitte, aber irgendwie hatte ich mal wieder Lust auf einen V-Ausschnitt; bietet auch mal Platz für ein Halskettchen.

Genäht habe ich das Shirt in Gr.36, ohne Änderung und mit Hilfe der Step by Step Anleitung war der Schnitt zudem leicht umzusetzen.

Als ich das Shirt dann der Puppe überzog und in Augenschein nahm, dachte ich, oh nein, der Ausschnitt ist zu tief.






Aber angezogen finde ich ihn ok, großzügig, aber noch in Ordnung.

Burda schreibt zum Schnitt:" die Ärmel sind zum Teil angeschnitten, an der Schulter ist ein breiter Streifen eingesetzt. So umspielt der Stoff weich die Schultern und das Shirt sieht kein bißchen kastig aus."
Das hat mich neugierig gemacht.
Nichts gegen Shirts mit überschnittener Schulter, aber sie wirken am Körper, natürlich auch abhängig vom Stoff, unweigerlich kantiger und dadurch weniger feminin, als ein Shirt mit eingesetzten Ärmeln.

Und tatsächlich, es funktioniert; die Schultern sehen durch den eingesetzten Streifen schön rund aus.

Der Schnitt gefällt mir gut; das Shirt fällt schön lässig, die weiten Ärmel und der tiefe Ausschnitt sind luftig, die Teilungsnähte machen das ansonsten schlichte Shirt interessanter und ich könnte mir auch vorstellen, diese bei einem weiteren Shirt durch zwei Stofffarben hervorzuheben.



Die Hosenkehrseite wirkt ganz schön faltig, nicht? Da sehe ich ganz entspannt drüber hinweg, da die Hose gekauft und nicht selbstgenäht ist, : ).




Da das von mir verwendete Viskoseleinen leicht transparent ist und ich ja neulich schon erwähnt habe, dass ich es nicht mag, wenn meine Unterwäsche durchscheint, habe ich das mittlere Vorder- und Rückteil gefüttert.

Nun bin ich gespannt, wer sich alles in Selmins Monatsgalerie versammelt hat.
LG von Susanne


Fotos: Der Gatte

Leinenhose:Sandwich
Viskoseleinen:Stoff-Handel


Montag, 17. Juli 2017

Shirt aus Webware

Da es dieses Jahr schon oft sehr heiß war und der Sommer gerade erst begonnen hat, habe ich einen erhöhten Bedarf an lufigen Oberteilen.
Bei Hitze besonders angenehm zu tragen finde ich gerade lockere Shirts aus leichter Webware und außerdem wirken sie ein wenig feiner, als Shirts aus Jersey.

Getestet habe ich Burdastyle 7/2013-112, eigentlich ein Kleiderschnitt, den ich zum Shirt gekürzt habe.
Gut gefielen mir die weiten, kurzen Ärmel, welche uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und genügend Luftzufuhr versprechen.
Geändert habe ich den Ausschnitt, von einem V zu einem Rundhals und den Saum habe ich ein wenig gerundet.

Genäht habe ich das Shirt aus dünner, leicht durchscheinender Viskose mit kleinem Papageienprint.
Da die Viskose leicht transparent ist, habe ich Vorder- und Rückenteil gedoppelt. Ich mag es einfach nicht, wenn der BH durchscheint und bei Hitze mag ich auch kein Unterziehshirt anziehen müssen; damit wäre der luftige Effekt ja wieder aufgehoben.
Ich habe überlegt, ob ich für die Doppelung des Shirts einfarbigen Stoff besorgen soll, da der kleine Print in doppelter Lage durchscheint, mich aber dagegenentschieden.
Zum einen hatte ich ausreichend Stoff für eine Doppelung bestellt und zum anderen finde ich die durchscheinenden Vögelchen ganz charmant.



Die Säume von Halsausschnitt und Ärmeln habe ich mit einem roten Besatzstreifen aus Jersey versäubert, der auf der rechten Seite ein klein wenig hervorlugt.



Der Schnitt kommt ohne jegliche Abnäher daher und ist lediglich minimal tailliert.
Auf Brustabnäher kann ich bei meiner kleinen Oberweite aber problemlos verzichten.

Genäht habe ich die Größe 38, da es mir bei einem lockeren Shirt auf einen cm mehr oder weniger nicht ankam und ich finde sie auch, was die Weite betrifft, ok; für ein Kleid würde ich aber wohl noch eine Größe heruntergehen; das dürfte auch ausreichend sein.







Genießt den Sommer,
lG von Susanne
 
Fotos:Der Ehemann

Jeans:selbstgenäht, Burda 6798 V
Flip-Flops:Deichmann


Mittwoch, 5. Juli 2017

Stand der Dinge

Äußerlich passiert auf meinem Blog gerade,.... äh...,  nichts.

Hinter den Kulissen nähe ich aber, ganz selbstlos, für die Tochter.

Na ja, so ganz selbstlos nicht.
Ich nähe gerne für die Tochter, weil es mir ermöglicht, Schnitte auszuprobieren und /oder Stoffe zu verwenden, die ich hübsch und interessant finde, aber für mich selbst nicht in Frage kommen. Beim Nähen für die Tochter habe ich den Nähspass und kann mich am Ergebnis an der Tochter erfreuen. Und außerdem macht Schenken ebenfalls Spass.

Entstanden ist daher einmal das Sommerkleid 117 aus der Burdastyle 6/2017, das schon von einigen Näherinnen ausprobiert worden ist. Bei den letzten beiden.  MMM-Treffen habe ich zB sehr schöne Versionen entdeckt.
Genäht habe ich das Kleid in Größe 36 und es passt der Tochter auch in dieser Größe, allerdings finde ich, dass es für einen lockeren Schnitt burdauntypisch eher knapp ausfällt.
Zum Glück habe ich einen leichten Hemdenpopeline mit Stretchanteil vernäht, mit ganz feinen blau-weißen Streifen.
Das Kleid ist im Vorder- und Rückenteil gedoppelt, was auch nötig war, da der Stoff etwas durchscheinend ist.
Bestellt hatte ich zwei Meter Stoff und mich gefreut, dass ich genug hatte, um daraus Kleid plus Futter zuschneiden zu können.
Als ich allerdings den unteren Volant annähen wollte, um das Kleid fertigzustellen, ist mir aufgegangen, dass ich den Abschlußvolant, warum auch immer, nur einmal zugeschnitten hatte.
Mäh, der Stoff war verbraucht. Ich musste nachbestellen.
Ansonsten habe ich wieder die Schulterbreite um 1cm reduziert, meine Standardschnittänderung bei den Burdamodellen und außerdem den Schnitt vor Ansetzen des Saumvolants um 2cm gekürzt, da die Tochter lieber Mini trägt.





Um in der Wartezeitzeit nicht untätig bleiben zu müssen, habe ich ein weiteres Modell für die Tochter zugeschnitten und genäht, den Jumpsuit 102 aus der Juliburda; ein Stück für die wirklich heißen Sommertage.
Den Stoff hierfür hatte ich im Schrank; eine Gerry-Weber-Viskose, die ich im April in netter Begleitung auf dem Stoffschrottplatz in Münster erstanden hatte.

Der kleine Anzug hat einige Details, die ansprechend sind, allerdings bei der Herstellung ihre Zeit benötigen, aber netterweise gibt es für dieses Modell eine bebilderte Schritt-für-Schritt Anleitung im Heft.
Das ärmelose Oberteil mit V-Ausschnitt vorn, wie hinten, wird mit Besatzstreifen versäubert.
Beim Vorderteil habe ich mir diese Arbeit erspart, indem ich es einfach gedoppelt habe.
Gerne hätte ich das Rückteil genauso gearbeitet, aber da ich eine sparsame Stoffkäuferin bin, hat dafür der Stoff nicht ausgereicht und ich bin nach Anleitung vorgegangen.
Die Schulternähte werden nicht geschlossen, sondern jeweils mit Tunnelzügen gearbeitet und mittels eines Bandes verbunden und gerafft.
Auch die Taille wird mit einem, sogar dreigeteilten, Tunnelzug gerabeitet und gerafft; in den oberen und unteren Taillentunnel wird Gummiband eingezogen, in den mittleren Taillentunnel werden zwei Knopflöcher gearbeitet, wodurch ein Band gezogen wird.
Die kurze Hose hat Nahttaschen und, weil ja zur Zeit nichts ohne Rüschen oder Volats geht, haben die Hosenbeine eine Saumrüsche.
Auch hier habe ich die Größe 36 genäht.




Diese Woche bin ich allein mit dem Hund zu Hause und habe viel Zeit für mich.
Der Sohn hat sein Abi in der Tasche und erholt sich mit Freunden in Holland, die Tochter muss für die anstehenden Klausuren im Studium lernen und der Gatte arbeitet andernorts.

Ich überlege dann mal, was ich als nächstes nähen könnte...

LG von Susanne


Stoff für das Sommerkleid: Stretchpopeline von stoff-handel
Stoff für den Jumpsuit:Stoffschrottplatz Münster

Dienstag, 6. Juni 2017

Motto-Me-Made-Mittwoch:Streifen

Auf den heutigen Motto-Mittwoch habe ich mich sehr gefreut; Streifen sind ein Muster, das ich liebe.

Die klassischen blau-weißen Streifen sind in meinem Kleiderschrank mehrfach vorhanden, sowohl in Form von gekauften, als auch selbstgenähten Shirts.
An blau-weißen Streifen kann ich einfach schlecht vorbeigehen. Spätestens im Frühjahr habe ich Lust darauf.
Streifenshirts passen bei mir unkompliziert zu vielen meiner Hosen und Röcke und stimmen mich einfach positiv, wenn ich sie überstreife.
Muß ich ein Streifenshirt ausmustern, weil es abgenutzt ist, wird es umgehend ersetzt.

Auch bei meiner Ringelkombi vom letzten Jahr bin ich beim blau-weißen Farbschema geblieben.

Ringelshirt und -rock aus 2016, vorgestellt hier

Kürzlich bin ich meiner Streifenfarbvorliebe aber untreu geworden.
Beim Durchstreifen des Stoffladens in der nächstgrößeren Stadt entdeckte ich einen mehrfarbigen Streifenstoff, der mir sofort gefiel und sich auch noch wunderbar weich, aber nicht labberig anfühlte. Die Stoffqualität ist ein leichter Romanit. Perfekt für ein Sommerkleid.

Schon im Stoffladen war mir klar, dass ich daraus ein Polokleid nach Burdastyle 4/2010-113C nähen werde.
Seit ich mein letztes Polokleid (-vorgestellt hier -), das übrigens auch blau-weiß gestreift ist, zum Nachthemd umfunktionieren musste, weil der Kragen abfärbte und auf dem Kleid unschöne Verfärbungen hinterließ, die nicht mehr herauswaschbar waren, wollte ich ein straßentaugliches Neues.

Der Schnitt ist mir mittlerweile richtig vertraut, da ich danach ja schon das ein oder andere Poloshirt genäht habe.
Diesmal musste ich aber auf ein passgenaues Aufeinandertreffen der Streifen achten.
Seitlich ist mir das gelungen, an den Ärmeln dagegen nicht.


Burda hat im Schnittmuster extra eine Hilfslinie im Ärmel und Vorderteil für die Streifenverarbeitung angezeichnet,  das hat aber, wahrscheinlich wegen der unregelmäßigen Streifen meines Stoffes, bei mir nicht funktioniert.
Ich habe überlegt, ob ich versuchen soll, die Ärmel passgenauer zuzuschneiden oder ein wenig zu zerren, aber ich hatte keine Lust, mich zu stressen bzw den Ärmel zu verformen und außerdem finde ich die Lage der Streifen so durchaus ok.


Auch mit dem Kragen hatte ich diesmal Probleme; er war zu kurz.
Das war bei meinen Poloshirts bisher noch nie der Fall. Vielleicht lag es an der Stoffqualität und unterschiedlichen Dehnbarkeit... Jedenfalls habe ich den Kragen neu zugeschnitten, wobei ich ihn ein gutes Stück verlängert habe und so hat es gepasst.
Die Ausschnittblende hat keine Knopflöcher; ich habe die Knöpfe nur der Optik wegen aufgenäht, wobei die beiden untersten die Funktion haben, den Ausschnitt "im Rahmen zu halten" ,
: ).





Jetzt bin ich gespannt, was die anderen MMM-Teilnehmerinnen an gestreifter Kleidung zu zeigen haben.

LG an die MMM-Crew, sowie die anderen Teilnehmerinnen
von Susanne


Fotos:Der Ehemann

Sandalen:Geox